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Spielerische Sprachförderung mit Papperlapapp

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Zusätzlich zu den Spielregeln haben wir Ihnen Vorschläge zusammengestellt, die Sie dazu anregen sollen, eine Spielerunde auch für die Sprachförderung zu nutzen.

Spielanleitung Papperlapapp

Spielerische Sprachförderung mit Papperlapapp

Behalten Sie jedoch bitte stets im Blick, dass der Spaß am Tun im Vordergrund steht. Denn wie immer gilt: Wenn Spielen Spaß macht, geht das Lernen ganz von alleine.

Wortschatz, Sprachverständnis und Satzformen 

Anregungen bieten die in der Spielregel enthaltenen Beschreibungen der Spielfiguren und das in der Spielregel enthaltene Lied.

Besprechen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind die Spielfiguren, während Sie das Zuordnungsspiel spielen.

Gehen Sie gemeinsam Tiere anschauen, im Zoo oder auf einem Bauernhof. Dort erlebt Ihr Kind die Tiere im direkten Umgang. Es kann sie sehen, hören, riechen und vielleicht auch streicheln.

Hören Sie sich bewusst das Läuten z. B. einer Kirchenglocke an und weisen Sie Ihr Kind auf das Geräusch hin.
Wenn Sie beim Spielen Dinge entdecken, die Sie im Alltag gesehen haben, so sprechen Sie darüber.

Achten Sie darauf, dass aus dem Zuordnungsspiel kein „Abhörspiel“ wird. Verpacken Sie Ihre Fragen als spannende Rätsel.

Drehen Sie die Rollenverteilung um, wenn Ihr Kind das Prinzip verstanden hat: Dann darf Ihr Kind Sie alles fragen, was ihm einfällt.

Formulieren Sie kleine Aufträge, die Ihr Kind mit den Spielfiguren ausführen kann. Lassen Sie Ihr Kind 2 - 3 Figuren aussuchen, z. B. Elefant, Ente, Glöckchen.

Helfen Sie Ihrem Kind, indem Sie den Auftrag in einzelne Teile gliedern.

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Einfache Aufgabe:

Die Ente fliegt auf den Elefanten. Lass die Ente zu den Glöckchen watscheln.

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Schwierigere Aufgaben:

Zuerst bimmelt das Glöckchen, dann wirft die Ente den Elefanten um.
Der Elefant frisst, nachdem die Ente von seinem Rücken heruntergeflogen ist.
Die Ente fliegt weg, bevor das Glöckchen bimmelt.

Sätze bauen

Sprechen Sie, während Sie spielen! Verwenden Sie beim Herausziehen einer Figur aus dem Säckchen verschiedene Satzformen:

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Ich hole/Du holst das Auto aus dem Sack/Säckchen.
Ich ziehe eine Figur hervor. Es ist das Auto.
Diese Tiere leben auf dem Bauernhof.

Sprechen Sie auch in der Vergangenheitsform:

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Ich habe den Esel aus dem Säckchen herausgeholt.
Das Auto ist weggefahren.

Sätze mit Ortsbeschreibungen zu formulieren, ist in der deutschen Sprache nicht einfach! Nutzen Sie die Gelegenheit, um auch die Verhältniswörter wie z. B. auf, in, im ... zu üben:

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Die Kuh steht im Stall.
Das Pferd grast auf der Weide.

Mit bestimmten Fragen ist es einfacher, die Wortform zu erkennen, die ein Verhältniswort haben muss. Auch wenn man nicht weiß, ob es nun um den Wem-Fall (Dativ = im, auf der/auf/dem, aus)

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Wo fährt das Auto? Auf der Straße.
Wo liegt das Schwein? Im Stall.
Woher kommt der Bauer? Der Bauer kommt aus dem Stall.

... oder den Wen-Fall (Akkusativ = in den, auf die) geht:

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Wohin läuft das Schwein? In den Stall.
Wohin fährt das Auto? Auf die Straße.

Hören und Zuhören üben 

Spielen Sie die Spielideen 3-6: Ziel dieser Spiele ist, dass Ihr Kind auf die gehörten Geräusche reagiert, sie erkennen, unterscheiden und richtig zuordnen kann. Viele kleine Kinder können sich Verse und Lieder noch nicht so leicht merken.

Sprechen oder singen Sie je nach Können einen halben oder ganzen Satz vor.

Sprechen oder singen Sie dann den Satz gemeinsam mit Ihrem Kind. Üben Sie so erst nur eine Strophe.

Steigern Sie dann die Anforderung allmählich. Kinder brauchen viele Wiederholungen.

Sich Wörter merken

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Suchen Sie sich zwei bis drei Karten aus dem Spiel heraus, ohne dass Ihr Kind die Abbildungen sieht. Benennen Sie die erste Abbildung und legen Sie die Karte verdeckt in Schreibrichtung vor Ihrem Kind ab. Wiederholen Sie das ebenso für die zweite und die dritte Karte.

Sprechen Sie die drei Begriffe noch einmal vor, halten Sie dabei Blickkontakt und tippen Sie beim Sprechen jeweils auf die entsprechende Karte.

Ihr Kind soll sich die Begriffe in der richtigen Reihenfolge merken und

  1. sofort,
  2. nach circa fünf Sekunden oder
  3. z. B. nach dem Umlaufen des Tisches

in der richtigen Reihenfolge sagen.

Erinnert sich Ihr Kind an einen Begriff nicht, so versuchen Sie diesen Begriff zu umschreiben (Beispiel „Kuh“ – sie steht auf der Wiese und gibt Milch), setzen Sie pantomimische Hilfen ein oder wiederholen Sie die Vorgabe.

Lassen Sie Ihr Kind eventuell die vorgesprochenen Begriffe mit den Fingern begleiten (Daumen/Kuh, Zeigefinger/Elefant, Mittelfinger/Katze).

Schwierige Laute üben 

Manche Kinder benötigen therapeutische Unterstützung bei der Aussprache bestimmter Laute. Besprechen Sie vor dem Ausprobieren unserer Beispielübungen mit dem Therapeuten Ihres Kindes, was Sie zu Hause üben können.

Ganz wichtig: Hier geht es um die Laute, nicht um die Buchstaben. Sagen Sie darum „K“ [k] wie am Anfang von „Kuh“, nicht „Ka“. Das wird für Sie zunächst ungewohnt sein. Es ist jedoch sehr wichtig, damit Ihr Kind die Laute in den Wörtern hören und auch selbst aussprechen kann.

Die Laute kommen manchmal am Anfang, mal in der Mitte oder auch am Ende der Wörter vor. Vereinbaren Sie mit dem Therapeuten Ihres Kindes ein Signal, das Sie geben, wenn Ihr Kind den Laut, den Sie üben, falsch ausspricht.

LautWortbeispieleSatzbeispiele
 F[f-]Federn, FellDie Ente hat Federn. Die Katze hat ein Fell.
  Futter, fütternIch füttere die Kuh. Du fütterst die Kuh.
 FL[fl-]FlügelDie Biene hat Flügel.
 FR[fr-]fressen, frisst, FroschDie Kuh frisst.
 S; ST

[z-]

[-s-]

[-s]

[-st]

Sack

fressen

aus

frisst, ist

Ich habe eine Kuh aus dem Sack gezogen.

Diese Tiere fressen Gras.

Ich ziehe ein Tier aus dem Sack.

Die Kuh frisst. Die Maus ist klein.

 SCH

 [∫-]

[-∫-]

[-∫]

Schaf

Zischen, zischt

Frosch

Das Schaf hat ein weiches Fell.

Die Schlange zischt gefährlich.

Der Frosch quakt.

 SCHL [-∫l]SchlangeDie Schlange zischt gefährlich.
 SCHW [-∫v]SchweinDas Schwein grunzt.
 Z; TZ

[ts-]

[-ts-]

Zoo

Gezogen, Katze

Der Elefant lebt im Zoo.

Du hast die Kuh gezogen. Die Katze ist rot.

 

TIPP

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Wenn Sie unsere Beispiele gesehen haben, werden Ihnen sicher auch noch weitere Möglichkeiten einfallen, um bestimmte Laute beim Sprechen zu benutzen und so gemeinsam mit Ihrem Kind zu üben.

Bitte beachten Sie:

Diese Informationen ersetzen keine logopädische oder sprachtherapeutische Therapie. Wir möchten Sie jedoch informieren und Ihr Ideengeber sein. Denn wenn Sie unsere Tipps gelesen haben, werden Sie noch viele weitere Möglichkeiten entdecken, um Ihr Kind ganz nebenbei im Alltag sprachlich zu fördern.

Wenn Sie meinen, dass die Sprachentwicklung Ihres Kindes nicht „normal“ verläuft, so nehmen Sie bitte fachliche Unterstützung in Anspruch. Kinderärzte, Logopäden oder Sprachheilpädagogen, Sozialpädiatrische Zentren, Krankenkassen oder Gesundheitsämter können Sie kompetent beraten.

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