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Spielerische Sprachförderung mit Obstgarten

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Zusätzlich zu den Spielregeln haben wir Ihnen Vorschläge zusammengestellt, die Sie dazu anregen sollen, eine Spielerunde auch für die Sprachförderung zu nutzen.

Spielanleitung Obstgarten

Spielerische Sprachförderung mit Obstgarten

Behalten Sie jedoch bitte stets im Blick, dass der Spaß am Tun im Vordergrund steht. Denn wie immer gilt: Wenn Spielen Spaß macht, geht das Lernen ganz von alleine.

Wortschatz, Sprachverständnis und Satzformen 

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Welche Wörter, Sätze und Geschichten fallen Ihnen ein, wenn Sie gemeinsam den Spielplan und das Spielmaterial betrachten?

Besprechen Sie den Garten, die Bäume und die Früchte gemeinsam mit Ihrem Kind, während Sie das Spiel aufbauen. Kaufen Sie Früchte und legen Sie nach dem Spiel eine „Obstpause“ ein. Beschreiben und berühren Sie auch die echten Früchte, bevor Sie sie gemeinsam verspeisen.

Zeigen Sie Ihrem Kind auch richtige Obstbäume in verschiedenen Jahreszeiten, damit es nachvollziehen kann, wie Früchte wachsen.

Sprechen Sie auch über den Raben und andere Vögel.

Sätze bauen

Sprechen Sie, während Sie spielen!

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Jedes Kind bekommt ein Körbchen.
Der Apfel wächst auf dem Apfelbaum.
Ich pflücke eine blaue Pflaume.
Ich lege eine Pflaume in mein Körbchen.
Du darfst einen grünen Apfel pflücken.
Der Würfel zeigt das Körbchen.
Ich suche mir zwei Früchte aus.

Sprechen Sie auch in der Vergangenheitsform:

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Du hast eine Pflaume gepflückt.
Ich habe die letzte Birne vom Baum gepflückt.

Sätze mit Ortsbeschreibungen zu formulieren, ist in der deutschen Sprache nicht einfach! Nutzen Sie die Gelegenheit, um auch die Verhältniswörter (z. B. auf, in, im, ...) zu üben.

Verwenden Sie verschiedene Satzformen.

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Die Birne liegt im Körbchen.
Im Körbchen liegt die Birne. Der Apfel wächst an dem Baum.
Lege die Pflaume in dein Körbchen. Die Kirschen hängen am Baum.
Das Gras ist unter dem Körbchen.

Mit bestimmten Fragen ist es einfacher, die Wortform zu erkennen, die ein Verhältniswort haben muss. Auch wenn man nicht weiß, ob es nun um den Wem-Fall (Dativ = im, auf, aus)

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Wo liegen die Kirschen? Im Körbchen.

... oder den Wen-Fall (Akkusativ = in, auf) geht:

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Wohin legst du die Kirschen? Ich lege die Kirschen in das Körbchen.

Feinmotorik 

Malen fördert nicht nur die Fantasie, sondern auch die Feinmotorik und den Wortschatz. Malen Sie vor oder nach dem Spiel. Nehmen Sie den Farbwürfel und legen sie passende Farbstifte bereit. Malen Sie gemeinsam vier Bäume auf ein Blatt Papier und besprechen Sie, welche Früchte auf den Bäumen wachsen sollen.

Dann wird gewürfelt. Die Würfelfarbe bestimmt, mit welchem Farbstift eine Frucht an den passenden Baum gemalt werden soll.

Zeigt der Würfel den Raben, wird ein Rabe gemalt. Zeigt der Würfel den Korb, darf eine beliebige Frucht gemalt werden. Für kleinere Kinder wird eine Beispielfrucht an jeden Baum gemalt.

Schwierige Laute üben 

Manche Kinder benötigen therapeutische Unterstützung bei der Aussprache bestimmter Laute. Besprechen Sie vor dem Ausprobieren unserer Beispielübungen mit dem Therapeuten Ihres Kindes, was Sie zu Hause üben können.

Ganz wichtig: Hier geht es um die Laute, nicht um die Buchstaben. Sagen Sie darum „K“ [k] wie am Anfang von „Korb“, nicht „Ka“. Das wird für Sie zunächst ungewohnt sein. Es ist jedoch sehr wichtig, damit Ihr Kind die Laute in den Wörtern hören und auch selbst aussprechen kann.

Die Laute kommen manchmal am Anfang, mal in der Mitte oder auch am Ende der Wörter vor. Vereinbaren Sie mit dem Therapeuten Ihres Kindes ein Signal, das Sie geben, wenn Ihr Kind den Laut, den Sie üben, falsch ausspricht.

LautWortbeispieleSatzbeispiele
CH[-ch-] Körbchen Lege die Birne in dein Körbchen.
FR[-fr-] Frisst Der Rabe frisst die Früchte.
   Gefressen Der Rabe hat die Früchte gefressen.
GR [gr-] Grün Ich lege den grünen Apfel in das Körbchen.
T [-t] Frisst Der Rabe frisst die Früchte.
PF [-pf-] Apfel Ich lege einen Apfel in mein Körbchen.
PFL [-pfl-] Pflaume Ich nehme eine Pflaume.
   Pflücken Ich pflücke einen Apfel.
R [r-] Rabe Der Rabe frisst...
  [-r-] Garten, Korb Im Garten wachsen vier Bäume.

 

TIPP

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Wenn Sie unsere Beispiele gesehen haben, werden Ihnen sicher auch noch weitere Möglichkeiten einfallen, um bestimmte Laute beim Sprechen zu benutzen und so gemeinsam mit Ihrem Kind zu üben.

Bitte beachten Sie:

Diese Informationen ersetzen keine logopädische oder sprachtherapeutische Therapie. Wir möchten Sie jedoch informieren und Ihr Ideengeber sein. Denn wenn Sie unsere Tipps gelesen haben, werden Sie noch viele weitere Möglichkeiten entdecken, um Ihr Kind ganz nebenbei im Alltag sprachlich zu fördern.

Wenn Sie meinen, dass die Sprachentwicklung Ihres Kindes nicht „normal“ verläuft, so nehmen Sie bitte fachliche Unterstützung in Anspruch. Kinderärzte, Logopäden oder Sprachheilpädagogen, Sozialpädiatrische Zentren, Krankenkassen oder Gesundheitsämter können Sie kompetent beraten.

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