Wissenswertes rund um Bienen

Wenn es im Frühling wieder warm wird und die ersten Blumen und Büsche anfangen zu blühen, beginnen auch die Bienen wieder auszuschwärmen. Über Bienen gibt es viel Wissenswertes, Spannendes und Interessantes zu erzählen.

Wie die Ameisen und die Wespen gehören Bienen zur Ordnung der Hautflügler. Die Familie der Bienen teilt sich in Honigbienen und Hummeln. Besonders interessant ist, dass Bienen in einem großen Volk zusammenleben. Es gibt eine Königin und nur sie legt Eier, aus denen die Nachkommen schlüpfen. Neben wenigen männlichen Tiere (die sogenannten Drohnen) besteht ein Bienenvolk vor allem aus Arbeitsbienen mit verschiedenen Aufgaben. Während ihres Lebens übernimmt eine Arbeiterin je nach Alter immer wieder neue Aufgaben.

Am Beginn ihres Lebens kümmert sich eine Biene um die Wabenzellen und bereitet sie für die Eier der Königin vor. Dann wird sie zur Ammenbiene und füttert die Larven (= Bienenkinder) mit Nektar. Später kann sie dann mit den Drüsen an ihrem Hinterteil Wachs produzieren und Waben bauen. Es gibt auch Wächterinnen, die den Bienenstock vor fremden Eindringlingen schützen und Sammlerinnen, die ausfliegen, um die süßen Pflanzensäfte in einer Honigblase zum Bienenstock zu transportieren. Besonders interessant ist, dass sich die Sammlerinnen mit speziellen Tänzen zeigen, in welche Richtung Nahrungsquellen liegen. Dort spucken sie den Nektar aus und er wird von den Stockbienen aufgenommen. Sie verarbeiten den Nektar in ihrem Honigmagen und bringen ihn zu den Waben, um den reifen Honig dort abzulegen. Der Honig wird als Futter für die Larven verwendet und er ist gleichzeitig der Wintervorrat des Bienenvolks.

t-750-haba-spielzeug-die-wabenzellen-sind-mit-honig-gefuellt-und-die-bienen-kuemmern-sich-um-die-koenigin.jpg

Der Imker kann einen kleinen Teil des Honigs „ernten“: Dafür holt er die Waben aus dem Bienenstock, entfernt die Wachsschicht auf den Waben und schleudert den Honig vorsichtig heraus. Dafür wird eine spezielle Schleuder-Maschine verwendet. Und dann können alle Leckermäulchen ein Honigbrot essen. Bienen und andere Insekten sind aber vor allem für die Landwirtschaft und die Wildblütenpflanzen wichtig: Denn Obstbäume, das Getreide auf den Feldern und alle anderen Pflanzen brauchen die Bienen zur Bestäubung. Denn wenn die Insekten den Nektar aus den Blüten holen, verteilen sie den Blütenstaub von Pflanze zu Pflanze. Das ist wichtig, damit diese dann Früchte wie Äpfel, Erdbeeren, Weizen und andere Körner tragen können.

Leider sind die Bienen-Populationen seit Jahren in Gefahr: Zum einen breitet sich die Varroa-Milbe weiter aus. Diese befällt die Larven der Honigbienen und ernährt sich von deren Blut. Dabei überträgt die Milbe Krankheitserreger, die für Bienenvölker tödlich sein können. Gefährlich sind auch manche Mittel, die Landwirte zum Pflanzenschutz einsetzen. Einige Pflanzenschutzmittel stören den Orientierungssinn von Bienen, sodass sie nicht zu ihrem Stock zurückkehren. Somit fehlt es der Königin und den Larven an Nahrung und das Bienenvolk stirbt.

t-750-haba-spielzeug-ein-buffet-fuer-bienen-hummeln-und-schmetterlinge-pflanzen.jpg

Ein Buffet für Bienen, Hummeln und Schmetterlinge pflanzen

Wer etwas Gutes für Bienen tun möchte, kann ihnen ein Buffet aus Blumen und anderen insektenfreundlichen Gewächsen anbieten. Es gibt eine ganze Reihe an Pflanzen, die Bienen, aber auch Hummeln oder Schmetterlinge gern mögen: Bohnenkraut und Lavendel sehen nicht nur schön aus, sondern können auch in der Küche als Gewürzkräuter verwendet werden. Auch Kräuter wie Basilikum, Oregano, Salbei, Rosmarin und Minze mögen Bienen gern. Wer also eine Kräuterspirale im Garten oder einen Kräutertopf auf dem Balkon pflegt, hat nicht nur frisches Grün zum Kochen, sondern tut auch etwas für Insekten.

Eine besonders schöne Pflanze für ein Kinder-Beet ist Kapuzinerkresse: Sie wächst schnell, blüht von Juli bis Oktober und man kann sowohl die Blätter, als auch die Blüten als Salat essen – allerdings schmecken die Blätter etwas scharf. Und natürlich mögen Bienen, Hummeln und Schmetterlinge auch alle anderen blühenden Pflanzen: Vergissmeinnicht, Glockenblumen, Sonnenblumen, Löwenmäulchen, Strohblumen, Ringelblumen, Malven und Nelken … wer verschiedene Pflanzen in seine Beete, Kübel und Töpfe setzt, deckt den Insekten also sprichwörtlich einen reichen Tisch.

t-750-haba-spielzeug-wildblumen-ansaehen-und-dieses-dann-den-ganzen-sommer-stehen-lassen.jpg

Man kann auch – sofern man den Platz hat – auf einem Stück des Gartenrasens Wildblumen ansähen und dieses dann den ganzen Sommer stehen lassen. So hat man zudem etwas weniger Rasen zu mähen. Wer keinen Platz auf einem Rasenstück hat, kann Wildblumen in einem Eimer oder Kübel anpflanzen. Das ist eine schöne Idee für kleine Nachwuchsgärtner. Es sollten Wasserablauflöcher im Boden sein ... je nach Pflanzgefäß müssen Sie diese vorsichtig hineinbohren. Zuerst kommt eine Schicht kleiner Steine in den Eimer. Darauf schaufeln kleine Gärtner eine dicke Schicht Blumenerde. Nun geht’s ans Sähen: Es gibt Wildblumensamen als fertige Mischung zu kaufen. Sie können aber auch einzelne Sorten auswählen und zum Beispiel Kornblume (blaue Blüten), Kornrade (violette Blüten) und Acker-Hundskamille (weiß-gelbe Blüten) auf einem Tellerchen mischen oder drei Eimerchen mit je einer Sorte bepflanzen. Die Samen sollten gleichmäßig, mit etwas Abstand voneinander auf die Blumenerde gestreut, leicht mit ein wenig Erde bedeckt und vorsichtig angegossen werden. Wenn die Wildblumen zu eng nebeneinander wachsen, kann man sie ausdünnen.

Wir haben in Kooperation mit dem Verein Mellifera und dem Netzwerk Blühende Landschaften eine Liste mit insektenfreundlichen Pflanzen erstellt. So können Sie sich leicht aussuchen, was in Ihrem Buffet für Bienen wachsen soll.

Mit Kindern beim Gärtnern die Natur entdecken
Mit Kindern beim Gärtnern die Natur entdecken
Geschichte: Hanni Honigbiene in Schwierigkeiten
Geschichte: Hanni Honigbiene in Schwierigkeiten
HABA erleben
HABA erleben
Kinderleicht durchs Jahr
Kinderleicht durchs Jahr
Downloads
Downloads
Do it yourself
Do it yourself
Geschichten
Geschichten