Wie richte ich eine Leseecke im Kinderzimmer ein?

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Liebe Marsha,

ich habe zu Weihnachten ganz viele schöne Kinderbücher geschenkt bekommen. Ich freue mich immer total, wenn Mama oder Papa mir aus den neuen Bilderbüchern vorlesen. Manche kenne ich sogar schon auswendig, so oft habe ich den Text schon gehört. Daher betrachte ich die Bilder auch gerne allein und tue dabei so, als ob ich lesen kann. Nur verstauen meine Eltern manche Bücher im Regal ganz hoch oben. Da komme ich selbst gar nicht richtig dran. Und so ein richtiger Leseplatz fehlt mir auch. Hast du vielleicht ein paar Tipps für mich, wie ich mir eine richtig gemütliche Leseecke einrichten könnte? Ohne, dass meine Lieblingsbücher unaufgeräumt rumliegen, ich aber trotzdem drankomme?

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Quelle: www.mutterundsoehnchen.com

Liebe Mali,

da geht es dir wie meinen Jungs, die ganz oft in Büchern blättern. Natürlich lese ich auch abends vor. Trotzdem werden auch tagsüber, wenn wir daheim sind, die Lieblingsbücher hervorgeholt. HerrSjardinski kann bereits selbst lesen und schnappt sich dabei auch gerne mal ein Bilderbuch seines Bruders. 

Auf der Couch in unserem Wohnzimmer ist zwar immer Platz für das gemeinsame Lesen. Trotzdem gibt es in den Kinderzimmern der Jungs verschiedene Leseorte, die sie jederzeit nutzen können, um in Ruhe ein Buch zu betrachten.

Der Rabauko hat beispielsweise eine Höhle unter seinem Hochbett. Eine kleine Kinderbett-Matratze, dekoriert mit kuscheligen Sternenhimmel-Kissen laden hier zum Ausruhen ein. Da es unterm Bett immer dunkel ist, gibt es noch eine Leselampe. Die „Lesehöhle“ gefällt auch dem großen Bruder, der sich hier gerade mit „Udo findet Streiten doof“ ein bisschen Inspiration zur Schlichtung des nächsten Bruderzoffs sucht.

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Quelle: www.mutterundsoehnchen.com

HerrSjardinski hat unter seinem Hochbett eine eigene Couch, auf der er es sich ab und an gemütlich macht – wie mit seinem absoluten Lieblingsbuch „Das Cro“ – in dem es um einen Höhlenjungen und sein Haustier-Mammut geht. 

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In Griffweite neben der Chill-Couch hängt auch ein Buchregal mit allen ungelesenen Büchern. Ein solches Regal, bei dem die Buchtitel sichtbar nach vorne gedreht sind, findet man auch in dem Zimmer vom Rabauko. So laden die Bücher direkt zum Lesen ein, deshalb platziere ich hier gerne Lieblingsbücher oder Bücher zu einem bestimmten Thema. Der Rabauko liebt gerade sehr die Bücher von Johnny Lambert wie „AAA-UUU! – Hab keine Angst im Dunkeln, „Die Wildnis ist unser Zuhause“ oder „Der kleine Bär und der Mond“ – und die müssen gerade griffbereit sein. Lamberts Bücher kann man nicht nur ganz prima mit verstellten Tierstimmen vorlesen, sie sind auch ganz wundervoll illustriert. Und alleine die Bilder erzählen schon eine Geschichte.

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Quelle: www.mutterundsoehnchen.com

Gleich daneben ist das Regal mit allen anderen Bilderbüchern. Lieblingsbücher sind in Reichweite unten einsortiert. Bücher, die nicht so gut ankamen oder vom Leseniveau noch zu anspruchsvoll sind, sind weiter oben einsortiert.

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Gleich neben den Regalen steht sein Sitzwürfel, auf dessen gepolstertem Deckel man bequem sitzen kann. Im Inneren ist Platz für Kuscheltiere und weitere Bücher-Schätze, die so auch schnell weggeräumt sind. Außerdem passt diese kleine Leseinsel in jedes Kinderzimmer und macht sich perfekt unterm Buchregal. Wer mehr Platz als der Rabauko in seinem Zimmer hat, könnte noch einen Sitzsack dazu stellen – und schwupp hat man eine super gemütliche Leseecke.

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Quelle: www.mutterundsoehnchen.com

Also liebe Mali,

ich hoffe wir konnten dir ein paar Tipps geben, wie du deine eigene Leseecke gestaltest. Wie du das genau machst, kommt natürlich auf die Größe deines Zimmers an und ob du ein Hochbett hast, unter dem du eine Kuschelecke mit vielen Kissen gestalten könntest. Wichtig ist vor allem, dass du an deine Lieblingsbücher immer gut rankommst – entweder mit einem Sitzwürfen oder einem Regal in Griffhöhe. 



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Steckbrief Marsha

Ich bin Marsha (37) aus Frankfurt am Main und zweifache Jungsmama. Im Alltagschaos als Schwert schwingende Prinzessin stolpere ich von einer Katastrophe in die nächste. Deshalb blogge ich auf Mutter&Söhnchen - immer frei Schnauze und mit ganz viel Herz - über Kinderbücher, Kultur, Schule, Vereinbarkeit und Kinderkram. Mit Glitzer.