Das große HABA-Schnullerketten-ABC

Wie eine HABA-Schnullerkette entsteht – von der ersten Idee bis zum marktreifen Produkt

Die Vorfreude auf ein Baby ist die schönste Freude. Und sie ist mit vielen kleinen und großen Vorbereitungen verbunden – unter anderem mit der Frage nach der Baby-Erstausstattung. Neben Kleidung, Bettchen und Kinderwagen dürfen Schnuller dabei natürlich nicht fehlen. Einer oder mehrere davon sind eigentlich immer mit dabei – egal, ob die Kleinsten zu Hause oder unterwegs sind. Ist der Lieblingsschnuller verloren gegangen oder heruntergefallen und dreckig geworden, sind Tränen oftmals vorprogrammiert. Einfache Abhilfe schaffen Schnullerketten aus Holz oder Textil, die sich ganz schnell und sicher per Clip an der Kleidung der Kleinen befestigen lassen.

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Doch Schnullerketten sind nicht nur praktische Alltagsbegleiter und schöne Geschenke zur Geburt, sondern stimulieren auch spielerisch die Sinne der Kleinsten: Die bunten Teile aus Holz oder Textil regen zum Greifen an und sorgen damit für erste haptische Erfahrungen. Besonders spannend ist es für die Babys aber auch, die akustischen Elemente wie Glöckchen oder klappernde Kunststoffringe zu entdecken. Kurz gesagt: Schnullerketten sind kleine, aber feine Allroundtalente. Ihre Entwicklung und Produktion ist allerdings wesentlich komplizierter, als es auf den ersten Blick scheint, denn von der ersten Idee des Designers bis zum fertigen Produkt, das bei den kleinen Kunden zu Hause ankommt, vergehen viele Monate.

Doch nicht nur die Entwicklung einer Schnullerkette ist ein sehr komplexer Prozess, auch das Wort an sich hat es ganz schön in sich, wie unser großes Schnullerketten-ABC zeigt:

S wie Sicherheitstests
C wie chemische Prüfung bestanden
H wie hochwertiges Holz und Herstellung Made in Germany
N wie Normen
U wie unbedenklich
L wie lösemittelfreie Lacke auf Wasserbasis
L wie langjährige Erfahrung
E wie Erstausstattung für Babys
R wie Rohstoffe aus nachhaltigem Anbau
K wie kindgerechtes Design
E wie externe Prüfverfahren
T wie testen, testen, testen
T wie Textil
E wie einfach zu befestigen

Wie entstehen die Ideen für die Schnullerketten?

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In der HABA-Designabteilung sind viele kreative Köpfe am Werk. Es wird gezeichnet, entworfen, gebastelt, getestet und immer wieder optimiert … so lange, bis die Designerinnen und Designer, aber auch die Produktmanager mit den Entwürfen für die neuen Produkte zufrieden sind. Doch bis es so weit ist, braucht es erst einmal eine zündende Idee – und das ist bei jeder Designerin und jedem Designer ganz unterschiedlich. „Auf Ideen komme ich, wenn ich mit Kindern spiele oder sie dabei beobachte, wie sie mit den Dingen umgehen, etwas bauen und stapeln, umwerfen oder ‘umnutzen‘. Dabei lerne ich sehr viel – vor allem, den kindlichen Blick auf die Dinge zu erhalten oder es zu versuchen. Das bringe ich dann in meine Entwürfe ein“, erklärt Mirka Schröder, die seit 2013 in der HABA-Designabteilung arbeitet. Sie entwickelt unter anderem Produkte aus Holz und Textil für den Bereich Baby/Kleinkind.

Testen, testen … und nochmals testen

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Auf der Grundlage von Skizzen und Konstruktionszeichnungen werden schließlich erste eigengefertigte Muster erstellt. Und bereits hier heißt es: testen, testen, testen. „Schnullerketten, die haben es in sich“, weiß Mirka Schröder aus jahrelanger Erfahrung. „Sie sehen so einfach aus: ein paar Figürchen und Perlen aneinandergefädelt, fertig. Von wegen! Man glaubt gar nicht, wie viele verschiedene Tests so eine Schnullerkette bestehen muss, bevor sie serienreif ist.“ Bereits in der Designabteilung werden die Muster also nicht nur auf Herz und Spielspaß, sondern auch auf Sicherheit geprüft, z.B. mit Schablonen- und Schlagtests. Im Anschluss werden die Muster sowohl von der strengen hausinternen Qualitätssicherung ausgieblig getestet als auch von externen unabhängigen Prüfinstituten. Jedes HABA-Produkt durchläuft also mehrere Stufen der Qualitätssicherung und wird dabei ständig optimiert.

Wo HABA draufsteht, ist Qualität drin

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Hochwertiges Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft

Bei HABA haben wir einen Grundsatz: Spielsachen sind nur so gut wie ihr Material und ihre Verarbeitung. Deshalb achten wir bei der Auswahl der Materialien auf eine hohe Qualität. Und wir prüfen laufend ihre Verarbeitung – sowohl bei der Produktion im Haus als auch bei unseren Zulieferern. Das betrifft zum Beispiel auch die HABA-Schnullerketten aus Textil, die von uns im Haus entwickelt und von externen, langjährigen Partnerfirmen gefertigt werden, die wir sorgfältig ausgewählt haben und deren Produktion wir regelmäßig vor Ort besuchen. Die HABA-Schnullerketten aus Holz werden ausschließlich am Firmenstandort in Bad Rodach hergestellt.

Holz ist für uns einer der schönsten und natürlichsten Rohstoffe, die es gibt. Deshalb sind Holzprodukte ein unverzichtbarer Bestandteil des HABA-Sortiments – und zwar seit Beginn der Firmengründung vor 80 Jahren. Das robuste Buchenholz, das wir unter anderem für unsere Schnullerketten verwenden, stammt aus nachhaltiger Forstwirtschaft in deutschen Wäldern, die sich im Umkreis von 150 km um unseren Firmenstandort befinden.

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Lösemittelfreie Lacke und Beizen auf Wasserbasis

Bei nahezu allen Kleinkind-Spielsachen bilden Form und Farbe eine untrennbare Einheit – so auch bei den Schnullerketten. Die hochwertig verarbeiteten Holzelemente bekommen erst durch die leuchtenden Farben und aufgedruckten, liebevollen Motive ihr unverwechselbares Äußeres. Dass wir hierbei ausschließlich lösemittelfreie Lacke und Beizen auf Wasserbasis verwenden, ist für uns eine Selbstverständlichkeit. „Kinder im Kleinkindalter erkunden vieles mit dem Mund. Das Spielzeug wird eingespeichelt und angeknabbert. Hier muss einfach alles absolut sicher sein“, erklärt Matthias Löhnert, verantwortlich für die Qualitätssicherheit der HABA-Spielwaren. „Alle HABA-Kleinkindspielsachen – egal, ob aus Holz, Kunststoff, Stoff oder anderen Materialien – durchlaufen die strenge hausinterne Qualitätssicherung sowie externe Prüfverfahren durch den TÜV Rheinland.

Die Sicherheit ist das A und O

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Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser, sagt eine Redewendung. Wir finden: Langjährige Erfahrung ist sehr gut, strenge Kontrollen sind unerlässlich und höchste Sicherheit ist das A und O. Das führt dazu, dass die HABA-Produkte einiges über sich ergehen lassen müssen, bevor sie zu den Kunden nach Hause kommen: chemische Prüfverfahren beispielsweise, aber auch Schablonentests und mechanische Sicherheitstests.

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Prüfschablonentests

Sowohl die HABA-Designer als auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der hausinternen Qualitätssicherung führen Prüfschablonentests durch. Hiermit stellen sie zwei Dinge sicher: Zum einen, dass die Elemente eines Produkts so groß sind, dass sie nicht von Kindern unter drei Jahren in den Mund gesteckt und somit möglicherweise verschluckt werden können.

Zum anderen überprüfen sie, dass Elemente – wie der Kunststoff-Clip der Schnullerketten – stets einen Durchmesser von weniger als 25 mm haben, sodass auch dann keine Erstickungsgefahr besteht, wenn sie in den Mund gelangen.

Darüber hinaus achten die Prüfer natürlich auch darauf, dass die Länge der Produkte insgesamt so gewählt ist, dass keine Strangulationsgefahr besteht. Im Fall der Schnullerketten heißt das: Sie sind nicht länger als 22 cm. 

Einweichtest und Zugprüfung

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Vor allen Prüfungen wird die sogenannte Einweichprüfung durchgeführt. Die Holzspielzeuge bzw. Schnullerketten aus Holz werden insgesamt 4-mal für 4 Minuten vollständig in Wasser eingelegt. Dazwischen wird eine 10-minütige Pause eingelegt. „Im Anschluss wird jedes greifbare Teil mit einem Werkzeug mit 10 kg für 10 Sekunden gezogen“, erklärt Matthias Löhnert. „Die Norm fordert hier eigentlich nur 9 kg bei Kleinkindspielzeug und Schnullerketten. Für uns ist es aber ein zusätzlicher Sicherheitsaspekt, noch einmal ein Kilo ‘draufzupacken’. Nach all den Prüfungen dürfen keine verschluckbaren Kleinteile frei werden.“

Schlag- und Falltests

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Bei der sogenannten Schlagprüfung wird aus einer Höhe von 10 cm ein Gewicht von 1 kg einmalig auf das Spielzeug fallengelassen. Wenn Schnullerketten getestet werden, wird das gleiche Gewicht aus gleicher Höhe insgesamt 5-mal fallengelassen. Bei der Fallprüfung werden Schnullerketten – und Spielzeuge generell – aus einer Höhe von 137 cm insgesamt 5-mal fallengelassen. Damit geht HABA über die Anforderung der europäischen Norm hinaus, die nur eine Fallhöhe von 85 cm vorschreibt, und richtet sich nach den strengeren US-Anforderungen. Da sowohl die Schlag- als auch die Fallprüfung grundsätzlich bei HABA immer durchgeführt wird, müssen die Produkte so einiges aushalten.

Prüfung der Speichel- und Schweißechtheit

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Grundsätzlich werden alle Greiflinge, Bausteine und Schnullerketten beim TÜV Rheinland LGA Nürnberg auf Speichel- und Schweißechtheit nach DIN 53160 geprüft. „Intern überwachen wir die Anforderungen, indem wir ein Tuch mit einer Speichel- und Schweißsimulanz tränken und dieses mehrmals mit Druck über die polierten Holzteile reiben“, erklärt Matthias Löhnert.

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Erfüllung der strengen geltenden Normen

Unsere Produkte entsprechen im Material und der Verarbeitung allen europäischen und nationalen Vorschriften für die Sicherheit von Spielzeug und erfüllen auch die US-Normen, genauer ASTM Standard Consumer Safety Specification on Toy Safety (F 963).

Sie erfüllen die europäische Spielzeug-Richtlinie (2009/48/EG) und entsprechen den Vorgaben der EU-Richtlinie zur allgemeinen Produktsicherheit (2001/95/EG) und der EU-Norm für die Sicherheit von Spielzeug (EN 71). Eine weitere wichtige Norm im Bereich der Produktion von Baby- und Kleinkindprodukten ist die Schnullerhalter-Norm EN 12586. Jede HABA-Schnullerkette wird durch den TÜV Rheinland extern geprüft.

Die HABA-Schnullerketten verfügen über Clips aus hochwertigem, stabilem Kunststoff, die die geltenden Normen voll erfüllen. Die Clips haben einen Durchmesser von weniger als 25 mm, was zur Folge hat, dass keine zusätzlichen Lüftungsöffnungen erforderlich sind.

Kinderwagenketten, Greiflinge & Co. – weitere Alltagsbegleiter für die Kleinsten

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Das HABA-Schnullerketten-ABC hat es deutlich gemacht: In der Entwicklung einer Schnullerkette steckt viel mehr Aufwand, als es auf den ersten Blick scheint. Doch auch Kinderwagenketten oder Greiflinge, Spieltrainer oder Mobiles machen im Rahmen des aufwändigen Produktions- und Prüfverfahrens so einiges mit. Haben sie dieses aber erst einmal gut überstanden, können sie sich ihrer eigentlichen Aufgabe widmen: Die Kleinsten von Anfang an gut durch den Alltag zu begleiten, sie zu unterhalten, für gute Laune zu sorgen und ihnen ein Lächeln aufs Gesicht zu zaubern.