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Familie Reincke spielt "Die Helden von Kaskaria"

Als wir uns bei HABA zum Spieletest bewarben, rechneten wir uns als eher kleine Familie keine großen Chancen aus, tatsächlich ausgewählt zu werden. Wie groß dann die Freude, als wir die Zusage erhielten!

Von diesem Zeitpunkt an warteten wir täglich auf die Post, die unser Testspiel bringen sollte und drückten uns die Nasen an der Scheibe platt, wieder und wieder enttäuscht, wenn die Postbotin nur „kleine“ Post brachte oder gar an unserer Haustür vorbeiging. Doch Anfang Dezember war es endlich soweit – und wir hielten unser unerwartet großes Paket in den Händen. Noch am selben Abend musste es ausgepackt werden – und die Aussicht auf unerwartete Abenteuer eröffnete sich uns. Denn ausgerechnet wir waren ausgewählt worden, die Helden von Kaskaria ausgiebig zu testen – in einem Haushalt, wo Fantasyliteratur wie Tolkien, Rowling, Hennen, Hohlbein und viele mehr zu den Standardwerken zählt, kleine Räuber, Ritter, Elfen und Prinzessinnen zu Hause sind und an Wünsche, Visionen und Träume glauben zum Erziehungsauftrag zählt.

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Die Helden von Kaskaria kommen in einem wunderschön gestalteten Karton daher, es ist für 2-4 Spieler gedacht und als Altersempfehlung ist 6-99 Jahre angegeben – nicht, dass es meinen Sohn mit seinen 3 Jahren daran gehindert hätte, die Regeln ebenso schnell zu verinnerlichen und trotz oder vielleicht gerade wegen weniger taktischer, dafür mehr lustorientierter und glücksbehafteter Züge zu einem ernst zu nehmenden Gegner zu werden. Die Spielzeit beläuft sich auf etwa 20-25 Minuten, was ideal für ein kleines Spielmanöver zwischendurch oder auch für die kleineren Helden ohne Sitzfleisch ist.

Das Material ist übersichtlich und verliert sich nach dem Auspacken etwas in dem großen Karton. Es gibt einen grafisch sehr anschaulich und schön gestalteten Spielplan mit einer Kartenablage, zwei verschiedenen Startpunkten sowie einem magischen Amulett in der Mitte, welches es zu erreichen gilt; ferner einer guten Handvoll nett gestalteter Goldklumpen sowie acht Spielfiguren aus Holz! in den gängigen Farben blau, rot, grün und gelb (vier Klippenläufer und vier Schuppengreife), nicht zu vergessen einen Stapel von 55 verschiedenen Karten, die frei gezogen werden und die die Spielzüge bestimmen sowie eine schlüssig geschriebene und anschaulich gehaltene Spielanleitung. Schön ist, dass nach dem Auspacken praktisch kein Abfall entstanden ist.

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Das Spielziel ist simpel – die Helden befinden sich in Kaskaria, wo finstere Trolle den Schatz der Urahnen sowie das magische Amulett des Stammes geraubt haben. Da sie den Zorn der Vorfahren befürchten, brechen die Helden auf ihren Schuppengreifen und Klippenläufern zum Vulkankrater auf, um den Trollen das Amulett wieder zu entreißen. Mit Hilfe der Karten (Wegekarten für die Spielfiguren, Nachziehkarten und Goldkarten) muss also jeder Spieler mit Hilfe seiner zwei Spielfiguren (ein Schuppengreif und ein Klippenläufer) versuchen, das Amulett in der Mitte möglichst zuerst zu erreichen.

Dabei gilt es auch, nebenher möglichst viel Gold einzusammeln, denn Gewinner ist nicht etwa der Held, der zuerst das Amulett rettet, sondern der mit dem meisten Gold – ein profitorientiertes Spielziel, welches vor allem meinem Sohn sehr gefallen hat. Die Regeln sind klar und schlicht, schnell verstanden – und für Könner gibt es noch zwei kleine Zusatzvarianten, die wir auch ausprobiert haben, mit denen das Spielziel noch etwas schneller erreicht wird.

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Insgesamt ist Die Helden von Kaskaria ein wunderschönes Spiel mit einfachen Regeln und einem schönen Ziel, was sehr kurzweilig ist, gerade für jüngere Spieler ein Genuss.

Gut ist, dass man durch zwei verschiedene Wege gewinnen kann, entweder man baut darauf, soviel Gold wie nur möglich einzusammeln oder man fördert durch geschicktes Kartenziehen und -Ausspielen das Vorankommen seiner Spielfiguren, möglichst beide gleichzeitig, denn die Reihenfolge wird am Ende auch noch einmal finanziell belohnt.

Ich vermisste jedoch nach einiger Zeit die Möglichkeit, meine Taktik weiter auszubauen, denn man ist sehr abhängig von den Karten in der Auslage bzw. im Stapel und Glück spielt eine große Rolle – auch die Varianten bringen nur kurz Abwechslung in das Spiel. Auch kann man die anderen Mitspieler nicht groß am Vorankommen oder Gold verdienen hindern, jeder spielt mehr oder weniger für sich allein, bis ein Spieler schließlich das Amulett erreicht. Wie oben bereits erwähnt finde ich für den übersichtlichen Inhalt den Karton etwas groß geraten (vielleicht kann man den Spielplan noch einmal klappen). Was uns definitiv gefehlt hat, aber bereits anderweitig beschafft wurde, ist ein haltbares Säckchen für das Gold, was sonst allzu schnell verloren geht und überall herumfliegt (insbesondere nach plötzlichen Wutausbrüchen kleiner Helden, wenn doch überraschend jemand anderes das Spiel gewinnt).

Zusammenfassend ist Die Helden von Kaskaria aber ein sehr schnell zu verstehendes, spannendes und kurzweiliges Abenteuer mit primärer Zielgruppe für kleine und mittelgroße Helden, das hier seinen Reiz auch nach fast zwei Monaten noch nicht verloren hat. Danke an HABA für dieses tolle Spiel und die Möglichkeit, es ausgiebig testen zu dürfen.

Die Helden von Kaskaria

  • mit 8 Fantasy-Spielfiguren und magischem Amulett
  • heldenhaftes Abenteuer für die ganze Familie
  • mit Variante für besonders mutige Kaskarier
Zu Familie Reincke
Familie Reincke spielt mit!