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Familie Haller spielt "Lady Richmond – Ein erzocktes Erbe"

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Wir waren alles sehr gespannt, welches Haba- Spiel bei uns eintrudelt, und wer altersmäßig mitspielen darf. Als das Paket eintrudelte, schlichen die Jungs aufgeregt drum herum, bis wir es am Wochenende zu Tee und Plätzchen auspackten. Es gab: Lady Richmond.

Worum geht es?

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Lady Richmond ist verstorben und hat leider kein Testament hinterlassen. Die Erben werden sich natürlich nicht einig, wie die Sammlung aus Kunstwerken und Antiquitäten und Ramsch verteilt werden soll, daher sollen alle Objekte an die Erben versteigert werden. Es geht also darum mit dem Spielgeld die wertvollsten Objekte zu ersteigern und damit das Spiel zu gewinnen. Dafür braucht es einen kühlen Kopf und Geduld, um dann im richtigen Moment blitzschnell zuzugreifen.

Die Anleitung ist gut verständlich, was in der Theorie noch unklar war, erhellte sich im Spielverlauf. Ich war allerdings skeptisch, ob die Kinder den Sinn einer Auktion verstehen und das mit dem Abwarten und Zuschlagen umsetzen können. Vor allem Warten können ist nicht jedem Kind gegeben…

Aufbau

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Zunächst bauten wir die hübsche Geldschatulle zusammen. Diese passt dann auch zusammengebaut in die Spielschachtel, auch beim Aufräumen. Jeder Spieler erhält drei Mogelplättchen, schummeln muss schließlich sein, und legt diese offen vor sich aus. Die Objektkarten (auf denen sich die Auktionsgegenstände befinden) werden gut gemischt. Auf jedes Feld des Spielplans wird eine verdeckte Objektkarte gelegt, die restlichen Karten kommen als Nachziehstapel neben den Spielplan. Der Auktionsstein kommt in die Mitte des Spielplans und jeder Spieler nimmt sich noch 10 Münzen, die restlichen Münzen kommen zurück in die Schachtel. Dann kann das Spiel beginnen.

Spielablauf

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Unser großer Sohn begann und deckte nun eine Karte auf dem Spielplan auf, die Oldtimersammlung. Er hatte nun zu überlegen, ob der sich den Auktionsstein direkt schnappt und dann einen Teil seiner Münzen bietet, um die Sammlung zu erhalten oder geduldig wartet, was der nächste Spieler aufdeckt. Vielleicht kommt ja noch etwas Tolles dazu, denn es sind immer alle offen ausliegenden Karten Teil der Auktion. Man gewinnt also alle offenen Karten auf einmal, auch wenn Karten mit Ramsch und den entsprechenden Minuspunkten dabei sind. Es kann aber passieren, dass eine Auktionatorkarte aufgedeckt wird, in der vielleicht alle Karten abgeräumt werden müssen und neue ausgelegt werden oder in der man auf alle Karten des Spielplans – auch die verdeckten, bietet.

Auktion starten

Nun war es soweit, Mama schnappte den Auktionsstein, und legte drei Münzen als Startangebot für die Oldtimer und die Gemäldesammlung und die rosa Pudel raus. Der kleine Sohn im Uhrzeigersinn neben mir konnte ein Angebot abgeben und musste mindestens eine Münze mehr bieten. Zu Übungszwecken ließ ich ihn gewinnen, der große Sohn wollte die Karten wegen des Pudels nicht haben und bot nicht mit. Mein kleiner Sohn mit dem höchsten Gebot erhielt alle offen ausliegenden Objektkarten vom Spielplan.

Die gebotenen Münzen musste er in die Geldschatulle werfen, alle anderen Spieler behalten ihre Münzen.

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Wie in jedem guten Spiel gibt es auch die Möglichkeit zu schummeln:

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Bevor man ein Gebot abgibt, kann man auch eines oder mehrere seiner drei Mogelplättchen einsetzen. Das ist im gesamten Spiel allerdings nur 1x verwendbar. Zum Schummeln gehört, dass man darf sich die nächsten zwei Objektkarten geheim anschauen darf oder eine seiner gewonnenen Karten (um Beispiel mit Ramsch) gegen eine Karte auf dem Spielplan austauscht. Besonders Freude macht die Ausleihen- Mogelkarte, bei der sich ein Spieler eine Münze von einem anderen Spieler nimmt. Das sorgte für tumultartige Zustände unter den großen Geschwistern, wenn ein Kind sein Geld verprasst und das andere lieber spart und dann von den Mitspielern „abgezockt“ wurde…

Spielende:

Als wir alle Karten versteigert hatten, also der Nachziehstapel und der Spielplan leer waren, endete das Spiel. Wir zählten unsere Punkte auf den Objektkarten zusammen und ziehen gegebenenfalls auch Minuspunkte für die Ramsch- Karten wieder ab.

Der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt natürlich das Spiel und hat den größten Teil von Lady Richmonds Erbe ersteigert.

Unser Fazit

Lady Richmond ist ein nettes Bietspiel für die ganze Familie ab fünf Jahren. Die Kleineren können aber mit am Tisch sitzen und die Münzen verwalten und haben so auch ihren Spaß. Witzig sind die Illustrationen auf den Objektkarten. Wer wollte nicht immer schon mal einen fiesen rosa Pudel besitzen? Auch die Beschreibungen der Spielfiguren/ Erben sorgen für ein breites Grinsen und machten direkt Lust auf das Spiel.

Die Kinder lernen mit ihren Münzen zu haushalten, denn wenn man ein bisschen mehr bietet, so gehen einem recht schnell die Münzen aus. Das wurde aber schnell verinnerlicht. Nebenbei also noch ein prima Taschengeldtrainings- Spiel…

Ansonsten hat uns das Spiel ab drei Spielern gut gefallen, zu zweit ist es ein bisschen langweiliger.

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Lady Richmond – Ein erzocktes Erbe

  • Bieten, mogeln, Erbe raffen … Hochspannung bis zum Schluss!
  • hochwertiges Spielmaterial: mit 50 silberfarbenen Holzmünzen
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