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Familie Glinka spielt "Drachenturm"

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Drachenturm ist ein kooperatives und sehr ansprechendes Spiel.
Es ist sehr liebevoll gestaltet mit einem Drachen, der einen Mechanismus besitzt, der verblüfft und der der Clou des Spiels ist.
Die spontane Reaktion unserer beiden Kinder war nach der ersten Partie "nochmal".

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Doch jetzt ein paar Worte zum Spiel:
Im Turm lebt Prinzessin Zaffira und wir wollen sie gemeinsam vor dem Drachen retten. Dazu müssen wir erstmal ein Gerüst aufstellen. Das Gerüst besteht aus Plattformen und starken Menschen (= Pfeilern). Welcher Teil des Gerüstes gebaut werden darf, wird über verdeckt liegende Plättchen, die einzeln aufgedeckt werden, gesteuert. Es gibt bei diesen Plättchen auch Joker, die gut für uns sind und leider gibt es auch die Drachen, die es erschweren, die Prinzessin zu retten. Dieser Teil des Spiels hat einen Memory Charakter.

Nachdem das Gerüst aufgebaut ist, kommt der zweite Teil des Spiels: Die Rettung der Prinzessin.

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Jeder der zwei bis vier Spieler hat einen Schieber in der Hand um damit die Prinzessin aus ihrem Zimmer zu bewegen. Ist die Prinzessin vom Turm auf dem Gerüst gelandet, muss sie durch das Loch im Boden jeder einzelnen Plattform nach unten und zuletzt zu ihrer Kutsche (aufgedruckt auf dem Spielplan) geschoben werden. Und all das bevor der Turm einstürzt.

Das hört sich sehr einfach an, aber... der Drache ist mit dem tragenden Stein, der die unterste Plattform trägt, über ein Seil verbunden.

 

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Bevor mit der Befreiung der Prinzessin begonnen wird, wird der Einzugsmechanismus beim Drachen gestartet.  Er zieht zuerst das Seil ein und anschließend den Stein zu sich. Und was passiert, wenn der Stein bewegt wird???

Das Gerüst stürzt ein!

Bei der ersten Partie hatte es uns voll erwischt. Wir hatten alles nach Anleitung aufgebaut und gespielt, aber im Eifer des Gefechtes, die Prinzessin zu retten, völlig vergessen, dass uns der Drache buchstäblich den Boden unter den Füssen wegzieht und auf einmal stürzte der Turm ein!

Wie spielt sich Drachenturm denn nun?
Uns gefällt an Drachenturm besonders, dass es ein kooperatives Spiel ist. So spielen Kinder auch gerne mit, wenn sie in einer "ich mag gerade nicht spielen, weil ich nicht verlieren will" Phase sind. Die ersten 5 Partien haben wir am ersten Abend direkt hintereinander weggespielt.
Die Befreiung der Prinzessin im Team macht sehr viel Spaß, vor allem den jüngeren Teilnehmern. Dank des Zeitdrucks fiebern aber auch die älteren am Tisch mit.

Und dabei ist der Drache der tollste und gnadenloseste Timer aller Zeiten. Der Beste und Tollste, weil er allein schon zum Spielen einlädt. Jedes Mal beim Auspacken und Aufbauen hat mindestens eines der Kinder den Drachen in der Hand und ist fasziniert von dem Einzugsmechanismus, auch noch nach vielen gespielten Durchgängen.

Gnadenlos, weil der weggezogene Stein unweigerlich zum Einsturz des Turmes führt, was ebenfalls das Highlight eines jeden Spieles ist, egal, ob die Prinzessin nun gerettet wird oder nicht.

Spielbericht Familie Glinka Drachenturm_302647

Der Memoryteil des Spiels ist schön gemacht, kann allerdings schnell zur Verzweiflung führen, wenn der vierte Drache aufgedeckt wurde. Denn dann ist klar, dass der ganze Aufbau des Gerüsts nahezu unnütz wird. Die Zeit zum Retten der Prinzessin ist dann in den meisten Fällen viel zu kurz. Außerdem kann man diesen Memoryteil verkürzen und alle Figuren und Gerüstplatten auch ohne zu spielen aufstellen, da der Drache seine hinterste Position erreicht hat. Das ist der einzige wirkliche Kritikpunkt am Spielgefühl.

Die ersten Partien können auch mit weniger Drachenplättchen gespielt werden. Dies ist die erste Möglichkeit, den Schwierigkeitsgrad zu variieren.

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Die zweite besteht beim Retten. Hier sind in der Anleitung einige Verschärfungen genannt (z.B. mit der "falschen" Hand schieben, ein Auge zuhalten), die je nach Lust und Laune eingesetzt werden können um Vorteile bei unterschiedlichen Altersstufen auszugleichen. Oder um den Spielreiz weiter zu erhalten, wenn das Spiel "babyeierleicht" geworden ist.

Das Material ist stabil genug, viele Runden durchzuhalten und wahrscheinlich noch viele mehr. Einzig die zusammengesteckten Personen sind zum Teil etwas locker verbunden, aber das erhöht im Zweifel die Instabilität des Turmes und somit die Schwierigkeitsstufe. Wenn die Kinder entsprechend vorsichtig agieren, können sie den Turm auch wunderbar selber aufbauen, was wir Eltern anfangs etwas skeptisch sahen.

Die Grafik ist wunderschön und voller kleiner liebevoller Details, da gibt es einiges zu entdecken, besonders im Turmzimmer der Prinzessin...
 
Das Spiel passt zur Zielgruppe der Kinder ab fünf, bei entsprechender Erfahrung auch gern schon ab vier Jahren. Für unsere siebenjährige Tochter ließ der Reiz allerdings schon nach einigen Durchgängen nach, da werden andere Spiele interessanter. Aber sie feuert uns immer noch das eine oder andere Mal an.

Kurzum, Drachenturm ist ein sehr schönes Spiel, das Kinder zwischen vier und sechs in seinen Bann zu ziehen vermag und auch den Erwachsenen erlebnisreiche Partien beschert.
 

Drachenturm

  • cooler Effekt: der Drache zieht an der Schnur und das Gerüst stürzt ein
  • Drache funktioniert ohne Batterie
  • spannend bis zur letzten Sekunde
  • spektakulärer 3-D-Aufbau
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