Tal der Wikinger ist „Kinderspiel des Jahres 2019“– Ein Blick hinter die Kulissen

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Nochmal kurz die Handgelenke lockern und los geht’s! Denn im Wikingerdorf steht der alljährliche Wettbewerb zum Fässerkegeln an – und die Spieler der HABA Neuheit „Tal der Wikinger“ sind mittendrin. Kinder ab 6 Jahren können sich darin mit etwas Geschick, der richtigen Portion Glück und einem klugen Köpfchen zum Häuptling des Wikingertals küren lassen. Doch Vorsicht: Wer die falschen Fässer umhaut und seine Figur ungünstig auf dem Steg positioniert, plumpst ins Wasser und gewinnt lediglich den Titel „Pechvogel“.

Mit seinem ganz besonderen Charme hat „Tal der Wikinger“ die Jury „Kinderspiel des Jahres“ begeistert und konnte den Preis „Kinderspiel des Jahres 2019“ gewinnen. Doch von der ersten Idee bis zum fertigen Spiel – in einer HABA typischen gelben Verpackung – ist es ein langer Weg. Höchste Zeit also für einen Blick hinter die Kulissen!

Die Spielautoren – beruflich und privat ein Erfolgsduo

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Wilfried und Marie Fort sind die kreativen Köpfe hinter „Tal der Wikinger“ und haben bereits mehr als fünfzehn Gesellschaftsspiele entwickelt. Ihre gemeinsame Leidenschaft verbindet sie dabei nicht nur beruflich, sondern auch privat. Als glücklich verheiratetes Ehepaar und Eltern zweier Söhne leben sie in der ruhigen Region Saint Colomban in der Nähe von Nantes (Frankreich). Bevor sie hauptberuflich Spieleautoren wurden, übten sie aber völlig andere Berufe aus: Der 1982 geborene Wilfried Fort ist gelernter Schreiner und Tischler, die drei Jahre jüngere Marie war zuvor als Kauffrau tätig.
 
In ihren Spielen erzählen die beiden Franzosen liebend gerne Geschichten und lassen ihre Figuren gekonnt zum Leben erwachen. Ihr Spiel „Mr. Wolf“ gewann im Februar 2019 den renommierten Preis „As d’Or de l’année enfant 2019“ beim Festival International des Jeux in Cannes. Mit dem Titelgewinn „Kinderspiel des Jahres 2019“ von „Tal der Wikinger“ konnte das Autorenduo nun erneut eine weltweit anerkannte Auszeichnung einholen. Übrigens: Das Ehepaar Fort ist im Hause HABA gut bekannt. Das Lauf- und Würfelspiel „Schneck-di-Wupp“ lässt bereits auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit zurückblicken.

Von Piraten zu Wikingern

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Zum ersten Mal vorgestellt haben Marie und Wilfried Fort ihre Spielidee zu „Tal der Wikinger“ beim Festival International des Jeux in Cannes im Februar 2017 als selbstgebastelten Prototyp. Glücklicherweise wurden dort Jenny Bessière, Vertriebsleitung Spielwaren HABA Frankreich, und Markus Nikisch, Ideenscout in der HABA Redaktion Spiel und Buch, darauf aufmerksam. „Ich war von Anfang an vom Potenzial dieses Spiels überzeugt. Ich habe zu den beiden Autoren gesagt, dass ich hier nicht weggehe, bis wir daran gemeinsam weiterarbeiten“, erinnert sich Markus Nikisch schmunzelnd zurück. Und genau dafür ist der Spieleredakteur bei HABA zuständig: Besonderheiten aufspüren, die Autoren für HABA gewinnen und zusammen tolle Spiele für Kinder entwickeln. Mit „Tal der Wikinger“ traf er wieder einmal voll ins Schwarze.

Ursprünglich sollten es übrigens noch Piraten sein, die zum großen Wettkampf auffordern. Doch dass vor allem Wikinger gerne allerlei Wettkämpfe ausgetragen haben, ist historisch belegt. Wie passend also, dass sie im „Tal der Wikinger“ mit urigen Fässern hantieren, um den besten und taktisch klügsten Kegler der Dorfgemeinschaft ausfindig zu machen. So wurden aus Piraten schnell Wikinger.

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Bei der Umsetzung des Spiels kam einige Tüftelarbeit auf das HABA Redaktionsteam rund um Annemarie Wolke, die das Spiel hauptverantwortlich betreute, zu. Ursprünglich waren Steg und Münzenfächer in der Spieleschachtel – so war für die Spieler nicht immer alles optimal zu erreichen. „Die Spielerplättchen in Löcher im Spielplan zu legen, löste das Problem, dass es beim Rollen der Kugel schnell mal drunter und drüber gehen kann. So kann nichts verrutschen!“, erzählt Annemarie Wolke. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Die Wikingerschiffe sind tolle 3D-Eyecatcher und geben dem Ganzen gepaart mit dem beeindruckenden XXL-Spielplan eine schöne Spiel-Atmosphäre.
So richtig zum Leben erweckt, wurde das Spiel erst mit den hervorragenden Illustrationen von Maximilian Meinzold. Er hat es mit seinen Figuren und seiner Detailverliebtheit geschafft, Kinder wie Erwachsene in die Welt der Wikinger eintauchen zu lassen. Meinzold, geboren 1987, ist freischaffender Grafikdesigner und Illustrator. Er lebt und arbeitet in München. Seine Schwerpunkte liegen in den Bereichen Kinder- und Jugendliteratur, Fantasy und Science-Fiction. Für seine vielseitige, moderne und innovative Buchgestaltung wurde er bereits für zahlreiche Preise nominiert.

So wurde aus einer genialen Idee zweier Autoren mit viel Kreativität, Herzblut und durch die Zusammenarbeit vieler begeisterter Beteiligter ein – durch den Titelgewinn „Kinderspiel des Jahres 2019“ bestätigter – voller Erfolg!

Tal der Wikinger